Nokia war Lenovo zu teuer

Lenovo hat sich auch für Nokias Gerätesparte interessiert, den Preis für das finnische Unternehmen aber für zu hoch befunden. Motorola Mobility war erheblich billiger.

Lenovo-Chef Yang Yanqing hat den Preis, den Nokia für die Handysparte verlangt hat, zu hoch gefunden. Yang sagte der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ): “Nokia war zu teuer. Ein anderes Unternehmen hat das wohl anders gesehen.”

Microsoft zahlt für Nokias Sparte “Devices & Services” 3,79 Milliarden Euro (5,44 Milliarden US-Dollar). Lenovo bezahlt 2,91 Milliarden US-Dollar für Motorola Mobility an Google.

Insgesamt wechseln mit der Übernahme auch rund 32.000 Mitarbeiter von Nokia zu Microsoft, darunter 4.700 in Finnland und 18.300 aus der weltweiten Produktion. Neben der Smartphone-Marke Lumia übernimmt Microsoft auch Nokias Handygeschäft mit der Marke Asha und lizenziert die Marke Nokia, um den Namen weiterhin für Produkte nutzen zu können.

Laut Yang bleibt aber das PC-Geschäft noch für einige Zeit der wichtigste Bereich für Lenovo, mit dem das Unternehmen gute Renditen erzielt. Er räumte jedoch ein: “Natürlich wissen wir auch, dass der kombinierte Absatz von Tablets und Smartphones schon im Frühling 2013 höher als unsere PC-Verkäufe war.” Laut dem IT-Marktforschungsunternehmen Gartner wurden im vierten Quartal des vergangenen Jahres in Westeuropa insgesamt 14,7 Millionen PCs verkauft. Dies entspricht einem Rückgang um 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Dabei sanken alle PC-Segmente (Desktop und Mobile).

Am 23. Januar 2014 übernahm Lenovo die x86-Serversparte von IBM und zahlte rund 2,3 Milliarden US-Dollar. Die Power-Server, Storage-Systeme und System-z-Mainframes verbleiben bei IBM. Von den 2,3 Milliarden US-Dollar zahlte Lenovo 2 Milliarden US-Dollar in bar, den Rest in Lenovo-Aktien.
(Quelle Golem.de)